Die CMG organisierte Hilfstransporte nach Rumänien und Bulgarien. Nachfolgend findet sich ein Bericht der katholischen und Evangelischen Kirche über weitere Aktionen.


Volle Kraft für die Kinderfarm

Anonymes Spenden war ihm zu wenig. „Es gibt so viel Not in der Welt, da wollten wir uns konkret in einem Projekt engagieren“, erklärt Alfons Pause, angestellt bei bei der Deutschen Gleis- und Tiefbau GmbH.

Alfons Pause ist seit rund 20 Jahren Vorsitzender im Pfarrgemeinderat und Mitglied des Kirchenvorstands der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde in Bernau. Und mit der Pfarrei im Rücken unterstützt er Straßenkinder in Rumänien. Seit nunmehr neun Jahren geht alljährlich ein Hilfstransport auf die 1.800 Kilometer lange Reise nach Aricestii-Rahtivani. Das Motto: „Ein einziges Kind, das der Straße und dem Elend entrissen wird, ist ein Sieg für die ganze Menschheit.“

KFZ-Werkstatt geplant

Die „Ferma“ Copiilar - die Kinderfarm - im Dorf Aricestii-Rahti-vani, 60 Kilometer nördlich von Bukarest, ist auf dem Gelände einer ehemaligen LPG Tierproduktion entstanden. Anfangs lebten in diesem Projekt der Caritas 34 Kinder und Jugendliche. „Heute“, erzählt Pause stolz, „sind es 88 ehemalige Straßenkinder mit 22 Betreuern.“ Sie können in der angeschlossenen Bäckerei, Tischlerei oder Schlosserei eine Ausbildung machen. Bald soll eine Kfz-Werkstatt eingerichtet werden. „Von den Kindern, die 1993 dort waren, haben fast alle die Kurve gekriegt“, freut sich Alfons Pause, der seit 1967 bei der Bahn arbeitet. Anfangs fuhren sie zu dritt in zwei mit Kisten voll gestopften Liegewagenabteilen nach Bukarest.

Alles wird gebraucht

Heute rollt die Rumänien-Hilfe mit einem gesponserten Lastwagen und zwei Kleinbussen der Kirchengemeinde. Was den 59-Jährigen besonders freut: Im Oktober musste ein zweiter Transport organisiert werden, weil so viele Spenden zusammengekommen waren. Zu den mehr als 21 Tonnen Hilfsgütern und 25.000 Mark Barspenden haben Freunde und Bekannte in Bernau sowie die Kontakte Pauses innerhalb der Bahn beigetragen. Gebraucht wird (fast) alles: Kleidung und Haushaltswäsche, Spiel- und Handwerkszeug, Medikamente, Computer und Nähmaschinen. Und was sich nicht für die Kinderfarm eignet, kommt bedürftigen Familien und einem Altersheim in Oradea zugute.

Neue Tageseinrichtung

In Ploiesti soll demnächst eine Tageseinrichtung mit medizinischer Versorgung entstehen. Alfons Pause, der selbst zwei Kinder und zwei Enkel hat, strahlt: „Dafür sollen die 3.000 Mark von der Bahn verwendet werden.“ Übrigens: In seiner Freizeit kümmert sich Pause außerdem um Schlaganfall-Patienten - und als Schöffe ist er auch noch tätig.

Die Ukraine-Hilfe in Lobetal

Seit 11 Jahren stellen wir in der Ukraine-Hilfe Lobetal aus vielen, meist privaten, Sachspenden humanitäre Hilfsgütertransporte. In diesem Jahr konnten bereits fünf große 40t-Lkw randvoll gefüllt auf die Fahrt nach Osten gehen. Alle Sachen werden in Charkow, Poltava und Schitomir liebevoll und umsichtig an Kinderheime, kinderreiche Familien, Krankenhäuser und Altenheime verteilt.

Als nächstes planen zwei Kirchengemeinden in Charkow eine gemeinsame Aktion in ihrem Stadtbezirk. Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher, Kinderwagen sollen an arme und bedürftige Mitbürger in einem Zelt an zentral gelegener Stelle ausgegeben werden. Sie hoffen, mit dieser Verteilung auch Straßenkinder zu erreichen und ihnen helfen zu können.

Ukrainehilfe